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Chronik der Kleemannschule in Kiel - Teil 3

1. April 1931 bis heute: über 70 Jahre im Dienste der beruflichen Bildung

Umzug - neuer Wind in der Kleemannschule

Am 9. Mai 1981 war es soweit, die neuen Räume in der Hamburger Chaussee wurden bezogen. Endlich gibt es einen Schulhof, auf dem allerdings auch einige Autos parken. Zum Schulhof gehört aber auch eine Wiese, die im Sommer gern betreten wird. Wegen des Umzuges wurde die Feier zum 50. Jubiläum verschoben; sie fand nicht wie üblich im April, sondern am 1. Juni statt.

Die folgenden Schuljahre standen unter dem Motto: Alles bleibt beim alten, aber jedes Jahr kommt etwas Neues hinzu. Zunächst wurden seit dem Schuljahr 1981/82 wieder Klassenlehrer ernannt; die Schülerzahl befand sich auf sehr hohem Stand, es gab insgesamt 13 Klassen.

Die Ausstattung der Schule wurde verbessert: Im Fachgymnasium und in der Berufsfachschule wurde während der ersten Jahre zwar Physik unterrichtet, es fehlten jedoch Geräte für Experimente. Ab 1981 begann der Aufbau einer schuleigenen Physiksammlung.

Das Lehrerkollegium traf sich am 7.11.1981 zum ersten Mal nach längerer Zeit auf Einladung von Dr. Nernheim abends zum Essen mit anschließendem Kegeln, diesmal im Lindenkrug in Höxmark (bei Karby). Diese Zusammenkünfte fanden dann regelmäßig an wechselnden Orten statt, teilweise wurde die Suchralley (Wo mussten wir abbiegen? Ach was, wir sind doch erst in Schleswig!) durch gemeinsame Busfahrten ersetzt. Im Laufe der folgenden Jahre entstand die Tradition des Kollegiumstreffens mit Grünkohlessen und Kegeln.

Nachdem einige Jahre lang keine Klassenfahrten unternommen worden waren, fuhr im Februar 1982 die Unterprima nach Prag. In den folgenden Jahren standen weitere Fahrten auf dem Programm.

Auch im Büro war ein neues Gesicht zu sehen: Frau Reimer löste am 15.Februar 1982 Frau Rockel als Sekretärin ab. Im Schuljahr 1982/83 gab es einen weiteren Höhepunkt des Schullebens: ein Schulfest, das am Nikolaustag in der Tanzschule Gemind statt fand.

Das Schuljahr 1983/84 brachte Neues für die Ausstattung der Schule: Die Kleemannschule folgte den Zeichen der Zeit im Jahr von George Orwell. Am 9.1.1984 wurden Computer angeschafft. Zunächst gab es sieben C64. Der Bestand wurde im Laufe der nächsten zwei Jahre auf 12 aufgestockt.

Das Jahr 1984 war überhaupt das Jahr der Neuerungen. Außer der Anschaffung von Computern stand im Schuljahr 1984/85 noch folgendes auf dem Plan:

  • Für die Eltern der Tagesschüler werden halbjährliche Sprechtage abgehalten.
  • Für Interessenten gibt es "Tage der offenen Tür".
  • Der Prospekt mit dem Unterrichtsprogramm erhält ein anderes Gesicht, das Faltblatt war zu klein und unhandlich geworden.
  • Das Unterrichtsangebot wird beträchtlich erweitert:
  • Der neue Schwerpunkt Fremdsprachen an der Berufsfachschule für Wirtschaftsassistenten wird eingerichtet.
  • Das Wahlfach Informatik (als Arbeitsgemeinschaft am Nachmittag für die Tagesschüler) wird angeboten.
  • Kurse in Datenverarbeitung: Einstiegskurse für Anfänger, Wochenendseminare, aber auch Kurse für Fortgeschrittene, Einzelkurse in Stenographie und Maschinenschreiben und Vorbereitungskurse auf die Prüfung für Steuergehilfen finden statt.
  • Im Schuljahr 1985/86 wird zum ersten Mal für alle interessierten Schüler Unterricht in Französisch angeboten.

Am 25. April 1986 wurde das 55-jährige Bestehen der Kleemannschule gefeiert, Dr. Nernheim war 20 Jahre Inhaber und Leiter der Schule.

Im Schuljahr 1986/87 wurde die Computeranlage erneuert. Die "Homecomputer" hatten sich im Laufe der Zeit bei dem ständigen Auf- und Abbau als zu reparaturanfällig erwiesen. Außerdem entsprachen sie nicht dem durch IBM gesetzten Standard in der Berufswelt. Eine Anlage mit sieben IBM-kompatiblen Personal Computern wurde fest installiert. Doch die Entwicklung macht nicht halt, und Anfang der neunziger Jahre folgte eine vernetzte Anlage für ein Lernbüro.

Anfang 1990 wurden die Schreibmaschinen mit Typenhebel durch elektronische Typenradmaschinen ersetzt.

Es gab auch einen neuen Kursus, die Ausbildung zum Informationsanalytiker. Dieses Angebot konnte sich allerdings nicht durchsetzen.

Erfolgreicher hingegen war die Einführung des Schwerpunktes Datenverarbeitung im Bereich der Berufsfachschule für Wirtschaftsassistenten. Mit dem Schuljahr 1987/88 wird nach fünfjährigem Bestehen die Berufsfachschule für Wirtschaftsassistenten mit allen Schwerpunkten staatlich anerkannt, so auch der neu eingeführte Schwerpunkt Fremdsprachen und Touristik.

Die Räumlichkeiten der Schule wurden durch neue Fenster und eine neue Heizungsanlage entscheidend verbessert.

Zu Beginn des Schuljahres 1988/89 trat Frau Reimer in den Ruhestand. Nachfolgerin wurde am 01.10.1988 Frau Wulf, eine Teilnehmerin des ersten Sekretärinnenstudios.

Im Schuljahr 1989/90 wurde nach den langjährigen Erfolgen der Sekretärinnenkurse in Absprache mit dem Bund Deutscher Sekretärinnen die Ausbildung zur Chefassistentin ins Leben gerufen.

Die Ausstattung der Schule wurde verbessert: Den Schülerinnen und Schüler stehen seitdem ein Kopiergerät und ein Münztelefon zur Verfügung; für die Unterrichtsgestaltung können ein Videorecorder und ein Fernsehgerät benutzt werden.

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